Gartenfoto mit Wiese und Stadel im Herbstlicht - als Sinnbild für den Duft Bergamotte - Das Sonnenlicht einfangen

Bergamotte: Ein Duft, der Licht in dunkle Tage bringt

Vor ein paar Tagen am Nachmittag stand ich im Garten, und das Licht war so golden, dass ich einfach stehen bleiben musste. Die Blätter am Baum haben geleuchtet, als hätte jemand sie von innen angeknipst, und hinter der Wiese stand der alte Stadel in der Sonne. Ich habe mir gedacht: Dieses Licht nimm ich jetzt ganz bewusst war und verweile darin. Denn lange bleibt es nicht mehr so.

Seit der Zeitumstellung ist es hier schon um sechs stockdunkel. Der Tag ist vorbei, bevor er sich richtig wie ein Tag angefühlt hat. Und wenn es tagsüber grau in grau ist, dann merkt man wie es die Laune etwas nach unten zieht. Vielleicht kennst du das auch.

Licht, das man riechen kann

An solchen Nachmittagen oder Abendenden mache ich mir gern einmal einen Earl Grey, denn sein Duft kommt von der Bergamotte. Heute hatte ich keinen im Haus. Also habe ich zum ätherischen Öl gegriffen: ein Tropfen auf die Handinnenfläche, in der Hand verreiben und per Handinhalation ein paar mal tief einatmen. Und da war sie wieder… diese Leichtigkeit.

Dass ein Duft so schnell wirkt, hat einen einfachen Grund. Der Geruchssinn ist unser einziger Sinn, der ohne Umweg direkt mit den Bereichen im Gehirn verbunden ist, in denen Gefühle und Erinnerungen entstehen. Ein Duft ist schneller als jeder Gedanke. Deshalb kann ein einziger Atemzug manchmal mehr verändern als eine lange Überlegung.

Bergamotte, der Duft nach Sonne

Bergamotte riecht frisch und hell, ein bisschen bitter, ein bisschen süß, wie Sonne auf einer Zitrusschale. Für mich ist sie der Duft für Leichtigkeit und Lebensfreude. Für Zuversicht, für dieses innere Aufatmen, wenn etwas Schweres endlich losgelassen werden darf. Ein bisschen Unbeschwertheit, mitten im November-Grau.

Bergamotte: Ein Duft, der Licht in dunkle Tage bringt - ätherische Öle

Wissenswertes über Bergamotte

Die Bergamotte ist eine Zitrusfrucht, rund bis leicht birnenförmig, mit einer gelbgrünen Schale. Gegessen wird sie kaum, denn ihr Fruchtfleisch ist sehr sauer und bitter. Der eigentliche Schatz steckt in der Schale: Aus ihr wird das ätherische Öl kalt gepresst.

Fast die gesamte Bergamotte der Welt wächst an einem schmalen Küstenstreifen in Kalabrien, ganz im Süden Italiens. Dort ist es mild und hell, auch im Winter. Vielleicht riecht sie deshalb so nach Licht.

Ihren Duft kennen viele, ohne es zu wissen. Er gibt dem Earl Grey seine besondere Note, und er war einer der Hauptbestandteile im berühmten Kölnisch Wasser aus dem 18. Jahrhundert.

Probier es selbst: Ein Atemzug Licht

Gib einen Tropfen Bergamotteöl auf ein Taschentuch. Setz dich ans Fenster, auch wenn es draußen schon dunkel ist. Atme ein paarmal ganz normal, und dann riech langsam an deinem Tuch.

Stell dir dabei das goldene Licht eines Herbstnachmittags vor. Die Wärme auf deinem Gesicht, die leuchtenden Blätter, das Gefühl, dass gerade nichts drückt. Spür nach, wo diese Leichtigkeit in deinem Körper ankommt, und atme noch einmal ein. Mit diesem Duft kannst du dir das Licht an jedem dunklen Abend zurückholen.

Ein wichtiger Hinweis: Bergamotteöl macht die Haut lichtempfindlich. Gib es deshalb zum ersten Mal nicht pur auf die Haut (nur mit einem Trägeröl vermischt) und geh danach nicht in die Sonne. Das Taschentuch ist, wenn du eine empfindliche Haut hast, die sicherste Variante. Oder du gibst es in einen Diffuser. Es gibt auch bergaptenfreies Bergamotteöl, bei dem dieser Stoff entfernt wurde.

Die Duftreise geht weiter

Bergamotte ist Nr. 2 meiner kleinen Duftreise. Nach dem Jasmin, der mich an einen anderen Ort bringt, holt mir die Bergamotte das Licht zurück. Und es kommen noch viele Düfte, immer zu einem Gefühl, das wir alle kennen.

Wenn du Bergamotte selbst ausprobieren möchtest, findest du sie hier [Zum Bergamotte-Öl] (Werbung).

Mehr darüber, wie ich mit ätherischen Ölen arbeite, liest du auf meiner Seite [einfach.öle]. Und wenn du Hilfe bei deiner Bestellung brauchst, melde dich gerne bei mir.